Jusos Oberhausen

Neujahrsgrüße an junge Oberhausener*innen

Liebe junge Oberhausener*innen,

Angelehnt an die Neujahrsgrüße der Fraktionen und Listen im Rat wenden wir uns in unserem Neujahrsgruß insbesondere an euch junge Menschen, die oft bei solchen Neujahrsgrüßen unter all dem Verwaltungs-Bashing, Wahlkampfgetöse und Lobhudelei vergessen werden.

Auch wir müssen mit Bezug auf die Coronapandemie starten, denn diese ist auch in diesem Winter wieder eine besondere Belastung für euch. Egal, ob in der Schule zu frieren, Angst um die Ausbildungsstelle haben oder noch nie im Hörsaal gewesen zu sein, das alles gehört weiterhin zur bitteren Realität für viele von euch. Deshalb bitten wir euch an dieser Stelle: Lasst euch impfen! Denn das ist der einzige Weg zur Normalität, zur Abiparty oder zum Lernen wie wir es gewohnt sind.

Allerdings muss auch dieses Jahr wieder gesagt werden, dass Politik hier versagt. Mit wenigen Ausnahmen schaffen es weder Regierungen, noch Opposition hier besonders Abhilfe zu schaffen. Im Gegenteil, die Landesregierung verschärft in vielen Bereichen noch die Situation der jungen Menschen. In Oberhausen betrifft das insbesondere die Schließung des Niederrheinkollegs. Hier werden ohne Not Zukunftsperspektiven und Eigenmotivation von jungen Menschen zerstört, dabei sollten wir solche Institutionen doch besonders schützen und fördern, wer beschlossen hat seine Bildung zu erhöhen, sollte unterstützt und nicht gebremst werden. Wir fordern die Oberhausener Politik auf hier zu handeln und den Studierenden vor Ort eine Perspektive aufzuzeigen!

Im Klimaschutz wird neben Sonntagsreden auch noch zu wenig getan, zu oft werden gute Initiativen verwaschen, aus Angst den nächsten Wähler zu vergraulen. Andere verstecken sich hinter Leuchtturmprojekten mit coolen Namen.
Klimaschutz ist insbesondere für euch wichtig, also bleibt so laut, wie es die Fridays for Future-Demonstrationen vor Corona in Oberhausen waren. Wir Jusos Oberhausen stehen solidarisch an eurer Seite, ob auf der Straße oder im Sterkrader Wald.

Unser nächster Punkt ist weniger lokal geprägt, aber deshalb nicht weniger wichtig und aktuell. Ob an der polnisch-belarussischen Grenze oder an den Küsten des Mittelmeeres, die Situation für Menschen die vor Krieg, Terror, Klimafolgen oder auf der Suche nach einem besseren Leben fliehen, ist immer noch verheerend. Besonders die angespülten Leichen von ertrunkenen Kleinkindern müssen uns wachrütteln und zeigen, dass die europäische Gemeinschaft versagt. Wir bitten euch deshalb: Unterstützt uns und alle anderen Mitstreiter*innen, Oberhausen muss Teil der Städte sicherer Häfen werden.

Als letztes möchten wir Danke sagen.
Wir bedanken uns bei allen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, egal ob in der Kirchengemeinde, der Jugendgewerkschaft, dem Sportverein oder im Jugendverband.
Ihr seid der Grund, warum unsere Gesellschaft am Laufen bleibt.

Stay safe, stay healthy