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Eigentum verpflichtet!

 

Habt ihr Euch auch schon mal gefragt, warum dieses Gebäude leer steht?

Immer mehr Eigentümer lassen ihren Privatbesitz leerstehen oder  profitieren von steuerlichen Abschreibungen, durch einen künstlichen herbeigeführten Leerstand. So auch in Oberhausen. Dabei fehlt der öffentlichen Hand immer mehr Gelder und Gebäude für Jugend- und Sozialangebote.

GG Art.14 II: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Dieser Satz aus dem Grundgesetz findet in Oberhausen trauriger Weise keine Anwendung. Seit dem Auszug der P&C-Kette aus der ansehnlichen und zentralgelegenden Immobilie in der Stadtmitte steht das Gebäude – vom Eigentümer gewollt – leer. Grund für den Auszug war der Bau des Centros – zum subjektiv-empfundenen Standortnachteil für die Stadtmitte. P&C eröffnet nun allerdings im neuen Anbau des Centros eine neue Filiale. Den Zeitpunkt das Problem der leerstehenden Stadt-Immobilie der städtischen Gemeinschaft in Erinnerung zu rufen ist also denkbar günstig. Mit dem Auszug des Kaufhofs bietet sich Herausforderung und Chance zugleich ein neues – über die nächsten Jahrzehnte tragfähiges und zukunftsfähiges

Konzept zu entwickeln. Beispielsweise könnte durch einen Mix von Vermietung von Büroflächen o.ä auf der eine Seite und kulturelle Nutzung auf der anderen Seite, ein langfristig tragbares Nutzungskonzept entstehen. Ebenfalls denkbar wäre es das Gebäude im Rahmen von Veranstaltungen zu nutzen, beispielsweise in Kooperation mit dem Theater oder Ebertbad.

Das Lyzeum steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Eine Bürgerinitiative macht seit Jahren auf das Problem aufmerksam. Der niederländische Investor plant möglicherweise einen geregelten Verfall am Gebäude, so dass der Denkmalschutz des Gebäudes erlischt und er das – trotz verbretteter Fenster und mit Vandalismusspuren behaftete, eindrucksvolle und schöne – Gebäude abreißen und das Grundstück vermarkten kann. Das Lyzeum in seiner Eigenschaft als charakterbildendes Gebäude für das Marienviertel darf auf keinen Fall als Spielball für Steuererleichterungen und Immobilienspekulation enden. Deshalb muss jetzt gehandelt werden.

Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die staatlichen Behörden müssen gerade deshalb Sorgetragen, dass Erhalt, Fortbestehen und Nutzbarkeit für diese Gebäude gewährleistet werden kann. Die Sicherheitssituation am ehemaligen Elsa-Brändström-Gymnasium ist ebenfalls äußerst fraglich.

Untätige Immobilienbesitzer müssen deshalb zum Handeln aufgefordert werden. Zur Not müssen Maßnahmen wie eine Vergesellschaftung der Gebäude in Betracht gezogen werden, um eine aktive Gestaltungspolitik von Stadtteilen zum Wohle der Allgemeinheit zu gewährleisten.

Wir treffen uns am Samstag, den 11.08.2012 um 11 Uhr auf Höhe Marktstraße 35 (vor dem ehemaligen P&C-Gebäude) um auf diese Schieflage aufmerksam zu machen. Ihr seid herzlich eingeladen! Die facebook-Veranstaltung findet ihr hier.

Wir fordern: Leerstände freigeben, Freiräume schaffen!


 
Stolz auf Oberhausen!
 
EIGENTUM VERPFLICHTET

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Es muss gespart werden, aber...
 

 



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